3 Social Media Strategien im Überblick – welche passt zu deinem Unternehmen?

Drei strategische Ansätze für Social Media

Nicht jedes Unternehmen muss Social Media gleich nutzen. Entscheidend ist, welche Rolle Social Media für die Marke übernehmen soll – und welches Narrativ glaubwürdig getragen werden kann. Grundsätzlich lassen sich drei unterschiedliche strategische Herangehensweisen unterscheiden.

1) Die Personenmarke: Ein Gesicht steht für die Marke

Bei diesem Ansatz ist eine klar erkennbare Person das Zentrum der Kommunikation. Die Marke wird über Persönlichkeit, Haltung und Sichtbarkeit aufgebaut.

Ein bekanntes Beispiel ist Kim Kardashian: Ihr persönlicher Auftritt, ihre Wiedererkennbarkeit und ihre konstante Präsenz haben die Grundlage für mehrere erfolgreiche Unternehmen geschaffen. Die Produkte funktionieren, weil sie untrennbar mit ihrer Person verknüpft sind.

Übertragbar ist dieser Ansatz dann, wenn:

  • das Unternehmen stark von einer Gründer- oder Inhaberperson geprägt ist

  • diese Person gerne sichtbar ist und authentisch kommunizieren kann

  • bereits eine gewisse Bekanntheit oder Ausstrahlung vorhanden ist

In seltenen Fällen kann auch eine besonders charismatische Mitarbeiterin oder ein Mitarbeiter diese Rolle übernehmen – vorausgesetzt, die Person ist langfristig verfügbar und wird bewusst als Repräsentant:in positioniert.

Wichtig:
Dieser Ansatz funktioniert nicht ohne echte Präsenz. Wer sich nicht zeigen möchte oder kann, sollte ihn nicht erzwingen.

bekanntestes Beispiel einer Personenmarke: Kim Kardashian

 

2) Sogwirkung durch visuelle Exzellenz

Hier steht nicht die Person, sondern die Bildwelt im Vordergrund. Der Account lebt von starken Fotografien, hochwertigen Videos und einer klaren visuellen Sprache.

Follower folgen solchen Accounts, weil sie:

  • inspiriert werden wollen

  • eine Ästhetik sehen, die sie anspricht

  • eine Welt entdecken, mit der sie sich identifizieren oder die sie sich wünschen

Dieser Ansatz ist besonders geeignet für:

  • Marken mit starken Produkten oder Räumen

  • Unternehmen mit Design-, Genuss- oder Lifestyle-Bezug

  • Betriebe, die Emotionen über Bilder transportieren können

Die Kommunikation ist oft reduzierter, dafür visuell konsequent. Der Wiedererkennungswert entsteht über Stil, Farben, Licht, Bildsprache – nicht über einzelne Personen.

Voraussetzung:
Visuelle Qualität muss konsequent hoch gehalten werden. Einzelne starke Bilder reichen nicht – es braucht ein durchdachtes Gesamtbildkonzept.

Visuelle Exzellenz am Beispiel meiner Kundin Off Grid Hideaways

 

3) Nähe, Bodenständigkeit und Alltagseinblicke

Bei diesem Ansatz geht es um Nahbarkeit und Vertrauen. Das Unternehmen zeigt sich so, wie es ist – ohne Hochglanzinszenierung.

Typisch ist dieser Weg für:

  • Handwerksbetriebe

  • KMU mit lokalem Bezug

  • Dienstleister, bei denen Vertrauen zentral ist

Im Fokus stehen:

  • Menschen hinter dem Unternehmen

  • Arbeitsprozesse

  • echte Einblicke in den Alltag

Ziel ist weniger die perfekte Ästhetik, sondern:

  • mehr Interaktionen

  • höhere Sichtbarkeit

  • eine stärkere emotionale Bindung zur Zielgruppe

Follower sollen das Gefühl bekommen: „Die kenne ich. Denen vertraue ich.“

Dieser Ansatz wirkt besonders stark, wenn er ehrlich und konsistent umgesetzt wird – nicht geschniegelt, sondern glaubwürdig.

Nahabarer Handwerksbetrieb am Beispiel meines Kunden Fenster Fabrik Albisrieden

 

Fazit: Es gibt nicht die eine richtige Social Media Strategie

Jeder dieser Ansätze kann funktionieren – wenn er zur Marke, zu den Menschen dahinter und zu den Zielen passt. Entscheidend ist nicht, was gerade im Trend ist, sondern was langfristig tragfähig ist.

Eine gute Social Media Strategie wählt bewusst:

  • eine klare Rolle,

  • eine passende Bild- und Kommunikationssprache,

  • und einen Ansatz, der intern wirklich gelebt werden kann.

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Was ist eine Social Media Strategie?